Arzneimittelausgaben 2014


Um 9 Prozent gestiegen
Arzneimittelausgaben 2014

Laut Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) haben die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Jahr 2014 knapp 31,4 Milliarden für die Arzneimittelversorgung ausgegeben. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um genau 9 Prozent angestiegen. Verantwortlich sind vor allem der gesunkene Herstellerabschlag und neue, teure Medikamente. Die Zahl der verschriebenen Arzneimittel und das Apothekenhonorar blieben dagegen unverändert.

Investitionen in Innovationen

2014 war unter anderem das Jahr der neuen, innovativen Medikamente. Sie schlagen sich gleich in zweifacher Weise in der Bilanz nieder. Erstens ist 2014 der Herstellerabschlag für patentgeschützte Medikamente gesunken. Das heißt die Arzneimittelhersteller gewährten den Gesetzlichen Krankenkassen für neue, unter Patentschutz stehende Medikamente statt 16 Prozent nur noch 7 Prozent Rabatt. Zweitens kamen 2014 einige neue, teure Medikamente auf den Markt. „Der Zugang zu solchen Arzneimitteln kann für Patienten lebenswichtig sein und die Versorgungsqualität der Bevölkerung insgesamt verbessern“, erklärt der DAV-Vorsitzende Fritz Becker. „Die Frage nach einem angemessenen Preis für diese Präparate wird die Gesundheitspolitik aber sicher weiterhin beschäftigen.“

Unverändertes Apothekenhonorar

Im Jahr 2014 gingen 747 Millionen Arzneimittelpackungen auf Kosten der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) über den Ladentisch. Diese Summe hat sich nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Für jede Packung erhielt die abgebende Apotheke einen Festzuschlag von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) – das so genannte Apothekenhonorar. „Das Honorar für die Apotheken ist 2014 weitgehend konstant geblieben, weil auch die Zahl der abgegebenen Packungen nicht gestiegen ist“, kommentiert Becker. „ Allerdings hat der im August 2013 eingeführte Zuschlag für Notdienste 2014 erstmals eine ganzjährige Wirkung entfaltet. Er gibt vor allem Apotheken, die auf dem Land viele Notdienste leisten müssen, eine bessere Versorgungsperspektive.“ Insgesamt gingen 2014 rund 16 Prozent der Arzneimittelausgaben an die Apotheken. Dies entspricht weniger als 3 Prozent der GKV-Gesamtausgaben.

Rekordeinsparungen durch Rabattverträge

Nicht in die Bilanz mit eingerechnet sind Geldbeträge, welche die Gesetzliche Krankenkassen über Rabattverträge eingespart haben. Rabattverträge schließen die Gesetzlichen Krankenkassen mit den Arzneimittelherstellerfirmen ab. Vertragsgemäß erhalten Versicherte bestimmter Krankenkassen nur Arzneimittel spezieller Arzneimittelfirmen. Die Einsparungen aus solchen Verträgen sollen 2014 Rekordwerte erreicht haben. In den ersten drei Quartalen betrugen sie bereits über 2,2 Milliarden Euro.
 

News

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Hormon und Kuscheln heilt Wunden
Hormon und Kuscheln heilt Wunden

Liebe ist die beste Medizin

Bisher werden Verletzungen mit Verbänden oder Wundspray behandelt. Steht demnächst vielleicht auch Oxytocin plus Kuscheln auf dem Rezept? Die Kombination soll Wunden schneller heilen lassen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren
Sertürner Apotheke
Inhaberin Tina von Baehr
Telefon 03342/8 06 38
E-Mail apotheke-neuenhagen@t-online.de